Das Internet hat unser Leben in den vergangenen Jahren revolutioniert. Vieles ist einfacher geworden, beinahe alles wir heute online erledigt. Social Media lassen Entfernungen schrumpfen, führen Menschen zusammen, können gleichzeitig aber auch Diskussionen und Konflikte entfachen. Was auch immer: Jeder von uns nutzt das Internet mehrmals täglich. Mal mehr, mal weniger intensiv - und sei es nur die Kartenzahlung im Supermarkt.

Kaum jemand macht sich aber Gedanken darüber, welche Energiemengen benötigt werden, um das Web wie wir es kennen am Laufen zu halten. Hier mal ein paar interessante Zahlen:

  • Eine Suchanfrage von Google verbraucht etwa 0,3 Watt-Stunden (Wh). Hochgerechnet bedeutet das bei 20 Anfragen bereits den Verbrauch einer Energiesparlampe in einer Stunde.1 Google erhält pro Sekunde rund 63.000 Suchanfragen...
  • Die gesamte Netzinfrastruktur verbraucht allein in Deutschland im Jahr etwa 55 Terrawattstunden – umgerechnet etwa 10 mittlere Kraftwerke, die allein für die digitale Welt Strom erzeugen.1
  • Allein in Frankfurt, wo sich die Rechenzentren in Deutschland konzentrieren, fließen etwa 20 Prozent der städtischen Energie in den Betrieb der Serverfarmen. Das ist mehr als der Frankfurter Flughafen verbraucht.1
  • Etwa 33 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Jahr werden durch den Betrieb des Internets und internetfähiger Geräte verursacht – so viel wie der innerdeutsche Flugverkehr. Tendenz stetig steigend.1
  • Laut einer US-Studie verbraucht die Übertragung von einem Gigabyte Daten 13 kWh. Ungefähr das, was ein Haushalt mit zwei Personen an zwei Tagen verbraucht.2
  • Für ihre Projekte CO2GLE und Deforest hat die Netzkünstlerin Joana Moll den CO2-Abdruck von Google ausgerechnet. Um eine Sekunde Suchanfragen weltweit wiedergutzumachen, bräuchte es 23 Bäume3

23 Bäume für eine Sekunde Google - das muss man bildlich vor Augen haben:

Diese Fakten sollte sich jeder vor Augen führen, der sich an der Klimadiskussion online beteiligt.

Was kann man tun, um den Verbrauch zu senken?

Als normaler Internetuser kann man sich bewusst machen welch technischer Aufwand inklusive Energieverbrauch hinter dem Internet steht.

  • Braucht es bei facebook den selben Kommentar, den schon 20 andere gepostet haben?
  • Muss ich wirklich googeln, ob ReWe am Hauptbahnhof geöffnet hat? (Insider für Kiel)
  • Muss das Handy 24/7 online sein?
  • Viele kleine Maßnahmen von vielen haben einen großen Effekt!

Im Betrieb sieht es ähnlich aus:

  • Muss ich die 20 MB Präsentation wirklich an alle Kontakte mailen?
  • Muss ich die letzte Mail wirklich noch einmal zur Bestätigung mit "Ja" beantworten?
  • usw.

Was tut Herzlich Nordisch?

Green HostingBereits seit über 5 Jahren haben wir unsere Server in Rechenzentren, die ausschließlich mit Ökostrom betrieben werden. 100% Strom aus regenerativer Erzeugung (Wasser- und Biomassekraftwerke sowie Bezug nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG). Mehr dazu

Darüber hinaus versuchen wir wo immer es möglich ist, das Datenvolumen niedrig zu halten. Ein Bild auf einer Website muss nicht 4 Megabyte groß sein - in der passenden Größe und komprimiert sieht niemand den Unterschied zu einem "kleineren" Bild. Außerdem freut es den Seitenbesucher, der mit einer schlechten Verbindung zu kämpfen hat!

Anstatt 20 verschiedene Scripte zu laden, bündeln wir wo immer es möglich ist Scripte zu einer einzigen Datei - das minimiert den Verbrauch und erhöht die Geschwindigkeit.

Quellen:

1 SWR, Energiefresser Internet

2 A list Apart

3 Deutschlandfunk Nova

 

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